Das Streaming von Musik, Filmen und Videoclips ist für viele Mediennutzer:innen nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Unterhaltung in Dauerschleife war noch nie so einfach verfügbar wie heutzutage. Ein Klick, und schon begleiten die Medieninhalte unserer Wahl uns durch den Alltag. Auch Online-Gaming ist ein beliebtes Mittel zum Management der eigenen Stimmung. 

Streaming als Energiefresser 

Die schlechte Nachricht für Serienfans: Streaming verbraucht einige Mengen an Energie. Weltweit werden knapp 200 Milliarden kilowattstunden im Jahr für Video-Streaming bezogen. Für unser Ökosystem bedeutet das die Erschöpfung von Ressourcen und die Beschleunigung des Klimawandels. Werfen wir einen genaueren Blick auf den Energieverbrauch: 

  • Der stündliche Daten- und Stromverbrauch fällt bei Video- (ca. 700 Megabyte) und Gaming- (ca. 4,5 Gigabyte) Streamingdiensten erheblich höher aus als bei Musik-Streamingdiensten.  
  • Smartphones und Tablets zeichnen sich als die Energiespar-Gewinner aus im Vergleich zu Fernsehern, PCs, Laptops und großen Bildschirmen.  
  • Laut  Utopia.de wird  der durchschnittliche CO2-Fußabdruck durch Video-Streaming in Europa  auf 56 Gramm CO2-Äquivalente pro Stunde (g CO2e/h) geschätzt. 
  • Den Unterschied macht die Energiequelle: Je mehr Strom aus erneuerbaren Quellen bezogen wird, desto weniger leidet das Klima.  
  • Ob man mit SD, HD oder 4K streamt, hat kurzfristig gesehen kaum einen Effekt, in Summe steigt jedoch die Datenlast.  
  • Je mehr Nutzer:innen in je höherer Qualität streamen, desto größer werden die Server, die rund um die Uhr laufen. Diese verbrauchen nicht nur aufgrund ihrer Rechenleistung, sondern auch aufgrund des Kühlbedarfs große Mengen an Strom.  

Lösungen: kompletter Verzicht oder Einhaltung gewisser Maßnahmen?  

Für die Mehrheit der Bevölkerung  ist der Verzicht auf Streaming heutzutage undenkbar. Um die mediale Unterhaltung dennoch so umweltfreundlich wie möglich zu genießen, können einige Energiesparmaßnahmen angewandt werden:  

  • Beim Neukauf von Geräten auf Energielabel achten.  
  • Geräte komplett ausschalten, statt den Standby-Modus zu nutzen – dieser frisst unnötig Strom. 
  • Den W-Lan Router über Nacht ausschalten Steckerleisten, die man mit einem Klick ausschalten kann, nutzen.  
  • Häufiger ein kleineres Endgerät nutzen, beispielsweise das Tablet statt des Fernsehers. 
  • Eine geringere Auflösung bei Videos spart Energie, Datenvolumen und Akku. 
  • Während der Smartphone-Nutzung den Energiesparmodus aktivieren. 
  • Lieblingsinhalte, die wiederholt rezipiert werden, auf das Endgerät downloaden. 
  • Auch die Quelle, aus welcher der Strom bezogen wird, spielt eine entscheidende Rolle. Die Anbieter von Ökostrom werden mehr – auch in Österreich. Die besten Tarife für Ökostrom kann man beispielsweise auf https://durchblicker.at/oekostrom vergleichen. 

Fazit 

So sehr eine hohe Mediennutzung heutzutage auch normalisiert ist, die Auswirkungen des daraus entstehenden Energieverbrauchs können und dürfen wir nicht einfach ignorieren. Wer die Mediennutzung nicht ganz reduzieren will, kann zumindest mit den beschriebenen Sparmaßnahmen einen kleinen Unterschied machen.  

Am effizientesten ist es dennoch, die Nutzung von Smartphone, Tablet, Laptop, PC, Fernseher und co zeitweise einfach auszuschalten und stattdessen die Zeit mit anderen Dingen zu verbringen. Das ist nicht nur für Geist und Körper, sondern auch für die Umwelt das Beste, was wir tun können. 

Quellen:  

https://energiemarie.de/energietipps/stromverbrauch/streaming

https://www.verivox.de/strom/ratgeber/energieverbrauch-beim-streaming-ein-ueberblick-1118071

https://www.123energie.de/magazin/stromverbrauch-netflix_a166

Schnelle Unterhaltung zum hohen Preis: Energieverbrauch beim Streaming 

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