Ecodesign fordert die Integration von Umweltaspekten in Produktdesign und -entwicklung. Zur Beurteilung sollen die Umweltauswirkungen über den gesamten Produktlebenszyklus betrachtet möglichst minimiert und mit sozialen, wirtschaftlichen, technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen abgestimmt werden.

„Ziel ist es, mit einem intelligenten Einsatz der verfügbaren Ressourcen einen möglichst großen Nutzen für alle beteiligten Akteure (entlang der Wertschöpfungskette) bei minimaler Umweltbelastung und unter sozial fairen Bedingungen zu erreichen.“

http://ecodesignkit.de

Es ist davon auszugehen, dass 80 % der Umweltauswirkungen und Kosten eines Produktes durch den Entwurf determiniert werden und somit eine Beeinflussung der Umweltleistungen des Produktes bzw. Unternehmens in der Planungsphase notwendig und möglich ist.

Ökodesignprinzipien:

1. Langlebigkeit – eine längere Nutzungsdauer führt zu weniger Umweltschaden, da das Produkt in geringeren Mengen hergestellt werden muss als bei kürzerer Nutzung

2. Reparierbarkeit – wenn ein Produkt schon nicht so hergestellt wird, dass es länger hält, dann sollte es zumindest reparierbar sein, um Müll und neue Herstellung zu vermeiden

3. Materialeffizienz – im Sinne der Umwelt gilt der Grundsatz „Weniger ist besser“, um den Rohstoffverbrauch bei Abbau, Herstellung, Transport und Verarbeitung möglichst gering zu halten

4. Energieeffizienz – umso weniger Energie für den Lebensweg eines Produktes benötigt wird, desto geringer ist die Gefahr der Umweltbelastung durch Erzeugung und Verteilung von thermischer oder elektrischer Energie

5. Problemstoffarmut – in jedem Produkt sollte aus Umwelt- als auch Gesundheitsschutzgründen möglichst wenig beziehungsweise am besten gar kein Problemstoff enthalten sein

6. Nachwachsende Rohstoffe – traditionelle Produktionsverfahren, die auf den Erhalt nachwachsender Rohstoffe Rücksicht nehmen, setzen meist auch auf regionale Herstellungszusammenhänge und belasten so die Umwelt geringer

7. Kreislauffähigkeit – eine Wiederverwendbarkeit als Sekundärmaterial nach dem Ende der Produktnutzung geht mit der Vermeidung von neuen Umweltbelastungen einher.